Kletterpartie im Elbsandsteingebirge
Kletterpartie im Elbsandsteingebirge
verdiente Pause
verdiente Pause

 

 

Die grünen Ecken Dresdens

 

Wanderwoche vom 14. bis 23.April 2017

 

Wanderführer: Ines und Eberhard Loßner, Heinz Rund

Mitwanderer:   Margret + Klaus Völz, Margret Pick, Edith Löffelmann, Sigrid Ziarek,                                           Walter Lohmüller, Andreas Malischke, Dieter Vogel, Ulrich Pakosch 

 

Standquartier: Hotelgasthof Coschütz

 

Karfreitag 14.04.

Nach erfolgreicher Anfahrt und Bezug der Zimmer trafen wir uns zu einem kleinen Rundgang durch den Ort Coschütz. Erstes Ziel war die Straßenbahnhaltestelle, von der wir im Laufe der Woche mehrmals zu unseren Wanderungen starteten.

Auf dem Weg zur "Dresdner Aussicht", einem Lokal, das den Namen zu Recht führt,  zeigten uns Ines und Eberhard ihr ehemaliges Wohnviertel in der Südstadt. An der Entstehung der Wohnhäuser hat Eberhard in den 1980er Jahren selbst mitgewirkt. Nach einer kurzen Kaffeepause ging es durch den Plauener Grund zu zwei schönen Aussichtspunkten, zum Bismarckturm oder Fichteturm und zum Hohen Stein. Tief unter uns floss die Wilde Weißeritz, die sich beim Hochwasser im Jahr 2002 in einen reißenden Strom verwandelte. In Sichtweite überquerte die Autobahn den Grund um gleich wieder im Berg zu verschwinden und im Tunnel tief unter Coschütz und unserem Hotel hindurchzuführen. Auf schmalen Waldpfaden wanderten wir wieder zurück zum Hotel.

ca. 9 km

 

Karsamstag 15.04.

Nach dem Frühstück fuhren wir mit der Straßenbahn ins Zentrum von Dresden. Durch das Kronentor führte uns Eberhard in den Innenhof des Zwingers und machte uns auf viele Details aufmerksam. Nach einem Rundgang über die Galerien kamen wir zum Theaterplatz mit dem Reiterstandbild König Johanns und zur Semperoper. Gegenüber begrenzt das ehemalige Residenzschloss mit dem Grünen Gewölbe und die Hofkirche den Platz. Durch das Georgentor kamen wir zum Stallhof, auf dessen Außenseite in der Augustusstraße der berühmte 102 m lange Fürstenzug bewundert wurde. Weiter ging es zur Brühlschen Terrasse mit Blick auf Elbe und die Neustadt und die Höhenzüge der Dresdener Heide. An der Synagoge und dem Albertinum vorbei erreichten wir die Frauenkirche, das bekannteste Bauwerk der sächsischen Hauptstadt. Über den Altmarkt ging es zur Straßenbahn und zurück zum Hotel.

Am Nachmittag fuhren wir mit den PKW's zu dem kleinen Ort Constappel und wanderten bei leichtem Regen entlang der Wilden Sau durch ein wildromantisches linkselbisches Tal. Der Waldboden war bedeckt mit tausenden von Anemonen. Nach einer Einkehr in der historischen Neudeckmühle wanderten wir über eine Hochfläche mit unzähligen blühenden Obstbäumen nach Röhrsdorf mit der Kirche St.Bartholomäus. Durch das Regenbachtal erreichten wir bei stärker werdendem Regen (ist das hier immer so?) wieder unsere Autos und mit ihnen auf direktem Wege unser Hotel in Coschütz.

ca. 18 km

 

Ostersonntag 16.04.

Mit Straßenbahn und anschließender S-Bahn fuhren wir nach Wehlen. Bei schönem Wetter brachte uns die Elbfähre zum anderen Ufer hinüber. Nach einer kurzen Orientierung am Marktplatz ging es erst kräftig bergauf und dann in sanfter Steigung über den Malerweg, am Strudeltopf im Zscherregrund vorbei, hinauf zur Bastei. Der Weg war gesäumt von viele markanten Sandsteinfelsen und Höhlen. Nach dem Steinernen Tisch war es nicht mehr weit bis zur Bastei und zu einem ausgedehnten Rundweg zu den einzelnen Aussichtspunkten. Trotz dem starken Besucherandrang am Ostersonntag und dem guten Wetter hatten die Fotografen genügend Raum und Zeit alles zu dokumentieren. Bei einer kurzen Rast wurde die "Ahle Wurscht" verzehrt um anschließend gut gestärkt durch die Schwedenlöcher abzusteigen. Zwischen hoch aufragenden Felswänden ging es über gut 800 Stufen (manche sagen es waren über 900) hinunter in den Amselgrund.

Hier trennte sich die Gruppe, dessen Großteil (7) noch zum Hockstein aufstieg und später von Rathen die S-Bahn nach Dresden nahm. Die anderen wanderten von Rathen an der Elbe entlang zurück nach Wehlen und vereinten sich hier wieder mit den anderen im Zug nach Dresden. Es war für alle ein erlebnisreicher Tag mit großen Höhepunkten.

ca.20 km

 

Ostermontag 17.04.

Mit Straßenbahn und Bus fuhren wir bis Dresden-Stetzsch. Hinter dem Ortskern von Alt-Stetzsch und seinen alten Gehöften erreichten wir die Elbwiesen. Schon von weitem konnten wir das nächste Etappenziel, die Gohliser Windmühle ausmachen. Gegenüber am anderen Elbufer sahen wir die Sächsischen Weinberge. Über den Elbdeich wandernd, erreichten wir das Fährhaus in Niederwatha. Nach einem leichten Anstieg kamen wir in den Tännichtgrund. Anfangs war ja alles noch im grünen Bereich, doch irgendwann wurden die Bachüberquerungen etwas kompliziert und wir änderten die Route. Sigrid und Dieter trennten sich von uns, sie kehrten um, da sie für den Abend Karten für die Semperoper hatten und wir nicht wußten wie das Abenteuer noch ausgeht. Nach einem erneuten Anstieg erreichten wir den Rastplatz bei den "Fünf Brüdern", einer Baumgruppe von alten Edelkastanien. Hier hatten wir ein Dach über dem Kopf, das uns während unserer Brotzeit vor dem Regen schützte. Danach durchwanderten wir die Ortschaft Oberwartha mit seinem denkmalgeschützten Dorfkern und der ca. 400 Jahre alten Gerichtslinde. Am Stausee des Pumpspeicherwerkes vorbei, wanderten wir durch Wiesen und Felder nach Rennersdorf und erreichten hinter Podemus den Zschonergrund mit seiner romantischen Wassermühle. Nach einem Rundgang durch das Anwesen mit seinem riesigen mit 60 Schaufeln versehenen Wasserrad machten wir eine gemütliche Kaffeepause mit Kuchen und sächsischen Spezialitäten. Entspannt wanderten wir durch den Zschonergrund zur Bushaltestelle in Briesnitz und fuhren zurück nach Coschütz.

ca. 18 km

 

Dienstag 18.04.

mit den PKW's fuhren wir nach Hainsberg bzw. Coßmannsdorf um mit der Weißeritztalbahn nach Rabenau zu fahren. Entlang der Roten Weißeritz wanderten wir talwärts durch den wildromantischen Rabenauer Grund und vorbei an der Kaskade des Wasserkraftwerks. Es gab Schautafeln und an einigen Modellen konnten wir unserem kindlichen Spieltrieb nachgeben und Ventile öffnen und schließen.

In Coßmannsdorf verließen wir den Rabenauer Grund, überquerten die Wilde Weißeritz und begannen der Anstieg zum Brüderweg. Der mit kleinen Felspassagen abwechslungsreiche Hangweg führte uns in luftiger Höhe nach Tharandt. Unterwegs in einem morschen Baumstamm entdeckte Eberhard die "Hinterlassenschaft seltener Insekten" in Form einer Schnapsflasche. Der Inhalt machte nach dem Anstieg zum Sonnentempel die Runde. Nach der Pause kam eigentlich ein sanft ansteigender Wiesenweg nach Somsdorf mit weiten Fernsichten. Doch nichts von dem, ein plötzlicher  kräftiger Graupelschauer machte das zunichte. Hinter Somsdorf hatte sich das Wetter zum Glück wieder etwas beruhigt, denn vor uns lag der Abstieg über die Teufelsklippen in die Somsdorfer Klamm. Über einen abenteuerlichen Felsabstieg der mit Ketten gesichert war, erreichten wir den Grund und den Talausgang nach Coßmannsdorf. Zurück im Hotel und einem hastigen Kaffee fuhren wir mit der Straßenbahn wieder nach Dresden um die Stadt und besonders die Frauenkirche bei Nacht zu erleben.

Nach dem Rundgang durch den Innenraum der Kirche mit seiner hohen Kuppel  sahen wir einen Film, der den Wiederaufbau der Kirche aus einem fast 50 Jahre bestehenden Trümmerberg dokumentierte. Nach so viel Kultur und vorheriger sportlicher Tätigkeit kehrten wir zum abendlichen Dinner im nahen Augustiner ein. Die Straßenbahn brachte uns später zurück nach Coschütz.

ca. 17 km

 

Mittwoch, 19.05.

Nach dem Frühstück fuhren wir mit unserer Bahn zu den Schiffsanlegestellen am Elbufer. Mit dem Raddampfer "Kurort Rathen" fuhren wir elbaufwärts bis Pillnitz. Unterwegs hatten wir schöne Ausblicke auf die Elbschlösser und auf die lang umstrittene Waldschlösschenbrücke. An der Loschwitzer Brücke, im Volksmund "Blaues Wunder" genannt, konnten wir schon mal einen Blick auf die Schwebebahn werfen, mit der wir am späteren Nachmittag zu Tal fahren wollten. In Pillnitz angekommen wanderten wir durch den weitläufigen Park und um das Schloß herum zur über 200jährigen Kamelie. Wegen der Kälte stand sie noch in ihrem fahrbaren Gewächshaus. Unserem Weg folgend gewannen wir langsam an Höhe und kamen bald zum Aussichtspunkt Zuckerhut, von dem der Blick weit bis ins Böhmischen Elbsandsteingebirge reichte. Nach den Orten Rockau und Helfenberg ging es durch den Helfenberger Grund und am Fernsehturm vorbei in den Pappritzer Grund. Wieder aufsteigend erreichten wir bald die Wohngebiete von Oberloschwitz und die Bergstation der Schwebebahn. Hier konnten sich die Fotofreunde erst mal richtig austoben. Der weite Blick nach Dresden, zu unseren Füßen die Elbe mit dem Blauen Wunder und nicht zu vergessen die Schwebebahn selbst. Mit ihr fuhren wir hinunter ins Tal und weiter mit Bus und Straßenbahn zurück zum Hotel.

ca. 18 km

 

Donnerstag 20.04.

In umgekehrter Richtung fuhren wir von Coschütz wieder nach Loschwitz. Zu Fuß ging es über das Blaue Wunder und die Elbe und anschließend bequem mit der Standseilbahn auf die Höhen der Elbhänge. Nach Verlassen der Bahn nahmen wir uns die Zeit noch einmal die Aussicht zu genießen, der gleiche traumhafte Blick wie am Vortag, jetzt im Morgenlicht. Durch den Ortsteil Weißer Hirsch mit schönen alten Villen erreichten wir das Gebiet Dresdener Heide, ein recht großes Waldgebiet. Im Saugarten, einem Jagdgebiet der Kurfürsten machten wir Rast. Ab der Schwedenbrücke, die sich weitgehend noch im Originalzustand befindet, wanderten wir entlang der Prießnitz bis zum Wasserfall. Anschließend folgten wir dem Bachlauf in den Prießnitzgrund der uns wieder zurück nach Dresden führte. Im Ortsteil Neustadt befindet sich die Alte Pfunds Molkerei, die den Beinamen "Schönster Milchladen der Welt" hat. Kunstvoll gestaltete Majolikafliesen zieren Decken und Wände. Bei der Einkehr genossen wir nicht nur den Blick auf die Fliesen, sondern auch die leckeren Milchprodukte.

Gestärkt ging es an schön sanierten Bürgerhäusern vorbei und durch kunstvoll gestaltete Innenhöfe. Auch das Erich Kästner Denkmal lag noch am Wege und wurde begutachtet, bevor uns die Straßenbahn wieder nach Coschütz brachte.

ca. 23 km

 

Freitag 21.04.

Mit den PKW's fuhren wir nach Radebeul um mit der Schmalspurbahn in gemächlichem Tempo durch den Lößnitzgrund nach Moritzburg zu fahren. Hier begann unsere Wanderung durch die schöne Teichlandschaft um Schloß Moritzburg. Entlang einer halb verfallenen Mauer kamen wir zu den Dardanellen. Sie gehörten zu einer kleinen maritimen  Festungsanlage, der dem sächsischen Hofadel damals zum Zeitvertreib diente. Nach dem Sieg der russischen Flotte in der türkischen Meerenge kam wohl die Idee, dieses Ereignis spielerisch nachzuempfinden. Nahe dem Fasanenschlösschen liegt am Ufer des Großteichs noch ein kleiner Hafen mit Mole und einem Mini-Leuchtturm. 

Unser Wanderweg führte uns jetzt durch den Wald an der Ruine des Hellhauses vorbei zur Rückseite des Jagdschlosses Moritzburg. Über die Terrasse, vorbei an den mächtigen Rundtürmen, kamen wir zur Vorderfront und der Schloßallee.

Nach einer kurzen Pause wanderten wir durch den Ort Richtung Dippelsdorfer Teich. Von der Anhöhe bei Friedewald sahen wir die Bimmelbahn aus dem Lößnitzgrund kommen mit der wir nach Moritzburg gefahren waren. Entlang ihrer Gleise wanderten wir durch Wald und Wiesen nach Radebeul zurück. Ein Auto mit seiner Besatzung machte noch einen Abstecher nach Meißen, die anderen fuhren direkt zum Hotel nach Coschütz.

ca. 19 km

 

Samstag 22.04.

Unsere letzte Wanderung machten wir in Tschechien. Mit den Autos fuhren wir über Pirna und Königstein nach Rosenthal wo wir die Autos parkten. Zu Fuß ging es Richtung tschechischer Grenze, die wir am Eulenthor problemlos überschritten. Auf Waldpfaden und durch mooriges Gebiet wanderten wir um den Ort Sneznik herum bis zum eigentlichen Anstieg auf den 723 m hohen Großen Schneeberg und damit höchsten Gipfel des Elbsandsteingebirges. Die erfolgreichen Gipfelbezwinger schwärmten nach dem Abstieg von einer fantastischen Aussicht.

Wer nicht oben war, erquickte sich währenddessen an leckeren Heidelbeerknödeln.

Gemeinsam ging es durch den Wald und durch den Ort Ostrov. Bizarre Sandsteinfelsen begleiteten uns durch das Tal der Dürren Biela. Vom Grenzübergang Eulenthor waren es dann nur noch wenige km zurück zum Parkplatz in Rosenthal. Auf dem Rückweg hatten wir noch einmal einen schönen Blick auf Lilienstein und die Festung Königstein.

Die Tage in Dresden waren schnell vergangen. Sigrid und Dieter hatten mit dem Besuch der Semperoper und Konzerten in der Frauenkirche und der Kreuzkirche noch einige extra Highlights. Und auch Andreas hatte mit dem Besuch des Karl-May-Museums und des Albertinums seine besonderen Erlebnisse.

Es war wieder eine wunderschöne Wanderwoche und das Wetter war besser als befürchtet, nur kalt war es.

Heinz, der im Hintergrund mitgewirkt hatte, hielt eine kleine Ansprache und dankte Ines und Eberhard, die Dresden und Umgebung seit ihrer Kindheit kennen und uns die Schönheiten ihrer alten Heimat zeigten.

D a n k e Ines und Eberhard für die schöne und erlebnisreiche Zeit in Dresden.

ca. 22 km

 

Sonntag 23.04.

Nach dem Frühstück verabschiedeten sich die Fahrgemeinschaften und fuhren wieder ins  Rheinland zurück. Die Rückfahrt war trotz Ferienende recht entspannt.

 

 

Edith Löffelmann

 

 

 

auf dem Soonwald-Steig mit WF Heinz
auf dem Soonwald-Steig mit WF Heinz

 

 

 

Wanderwoche Soonwald

vom 22. – 29. Oktober 2016

 

Teilnehmer:

Elisabeth & Gerd Dürr, Margret & Klaus Völz, Hee Sook & Helmut Glotzbach,

Irmgard & Karlheinz Mienert, Margret Pick, Edith Löffelmann, Dagmar Pusch,

Iris Fernes, Roswitha Siebert, Walter Lohmüller, Claus Wöhlken, 

                            Fredgar Hoffmann und Ulrich Pakosch

 

Wanderführer:            Heinz Rund

 

Samstag, 22. 10.

 

Bis 11:00 Uhr sollten sich heute die Wanderfreunde am Hotel Ebernburger Hof einfinden. Über­pünktlich war auch der Letzte schon eine viertel Stunde vor der Zeit angekommen. Natürlich konn­ten wir so früh die Zimmer noch nicht belegen. Das Wetter blieb trocken und so nutzten wir die Zeit zu einem Spaziergang zum Schloss Ebernburg. Vom Schlosshof gab es einen schönen Blick auf die Nahe und die schroffen Felsen am gegenüber liegenden Ufer.

Schnell waren wir den kurzen Weg wieder zurück am Quartier. Nach einem kleinen Imbiss starteten wir dann um 13.00 Uhr zu unserer ersten Wanderung.

Vom Haus aus  mussten wir steil auf einem Weg durch die Weinberge auf die Höhe steigen. Allein wegen der Aussicht auf Schloss Rheingrafenstein und die roten Felsen lohnte sich der Ausflug schon.  Mit einigem Auf und Ab durch wunderschönen Herbstwald genossen wir die Strecke bis wir schließlich in Bad Münster am Stein  wieder auf Flussniveau angekommen waren.

Hier im Park am Ufer befindet sich die größte Salinenanlage Europas. Die zehn Meter hohen Gra­dierwerke sind insgesamt über einen Kilometer lang. Die Sole rieselt über Schwarzdornheckenwän­de und versprüht eine frische Brise.

Am Wasser entlang, vorbei am interessanten Kurhaus im Fachwerkstil wanderten wir zurück zum Hotel.

Morgen geht es dann richtig los mit dem Soonwaldsteig.

 

Sonntag, 23.10.

 

Wie verabredet kam überpünktlich der bestellte Bus, um uns zum Ausgangspunkt der 1. Etappe nach Kirn zu bringen. Bei sonntäglichem Glockengeläut gingen wir vom Marktplatz durch die hüb­sche aber fast menschenleere Altstadt am Wasser entlang zum Stadtrand. Bei trockenem Wetter er­reichten wir bald das Örtchen Kallenfelserhof mit Blick auf die Ruine Steinkallenfels, die hoch oben auf einer spitzen Felsnase thronte. Die Fotografen kamen schon auf ihre Kosten.

Nach einer weiteren kurzen Strecke erreichten wir dann das restaurierte Schloss Wartenstein, wo wir im Schlosshof Frühstückspause machten. Im Kavaliershaus haben die Erlebniswelt „Wald und Natur“ sowie die Informationsstelle des Naturparks Soonwald – Nahe ihr Domizil.

Auf dem gut beschilderten Waldlehrpfad ging es dann wieder über unseren Steig. Es wurde steiler und felsiger und damit auch schöner und dann wieder hinab ins Steinbachtal. Natürlich mehr oder weniger sofort wieder hinauf in den Wald immer in der Nähe des Hahnenbachs. Bei Rudolfshaus wieder über die Straße und ein letztes Mal hinauf Richtung Besucherbergwerk Herrenberg. Kurz vor dem Ziel wurde dann auch die weitläufige Anlage der Schmidtburg sichtbar. Unsere morgige Etappe wird uns dann durch das Gelände führen.

Die Experten wurden sich nicht einig, wie viel Höhenmeter wir heute geschafft hatten. Immerhin hat das viele Auf und Ab ca. 800 Höhenmeter eingebracht. Nach 6 Stunden Wanderzeit hatten wir uns dann eine Tasse Kaffee verdient. Leider war es aus zeitlichen Gründen nicht mehr möglich, das Bergwerk oder die daneben wieder aufgebaute Keltensiedlung zu besichtigen.

Ein schöner Wandertag in herrlicher Umgebung! Ein paar Sonnenstrahlen mehr hätten uns gefallen! Und morgen soll es regnen!?!? 

 

Montag, 24.10.

 

Ja! Es ist Montag und es regnet!

Die heutige Etappe stand wettermäßig unter keinem guten Stern! Den ganzen Tag brauchten wir den Regenschirm und die Regenkleidung. Als wir pünktlich um 16:30 Uhr am Bus ankamen, war mancher Schuh voll Wasser, mancher Fuß und manche Bluse / Jacke nass!

    

Dabei hatten wir einen besonders schönen Streckenabschnitt, der ein bisschen Sonne verdient ge­habt hätte. Am Besucherbergwerk Herrenberg marschierten wir los und erreichten bald die wieder aufgebaute Keltensiedlung Alteburg. Um die frühe Uhrzeit war noch keine Besichtigung möglich sodass wir nur einen Blick über den Zaun auf ein paar Hausdächer werfen konnten. Von der Sied­lung konnten wir jedoch die Ruinen der Schmidtburg schon sehen. Der Weg führte bergab, bergauf dort hin und wir nahmen uns die Zeit, in den Gemäuerresten herumzuspazieren.

Durchs Hahnenbachtal über den Wassererlebnispfad wanderten wir immer mal wieder ein weiteres Stück bergauf durch Wald und Wiesengelände an Schneppenbach vorbei bis zur Unterstellhütte beim Teufelsfels. Bei dem trüben und nassen Wetter hatten wir jedoch nichts von einer Aussicht und ersparten uns den Aufstieg auf den Aussichtsturm.

Dann führte der Weg auf holprigem Gelände durch eine liebevoll von wem auch immer gestalteten Steinmännchen Landschaft. Mit viel Phantasie gab es große, kleine und kuriose Männlein zu be­staunen.

Vorsichtig überquerten wir dann im Simmerbachtal die Bundesstraße, nutzten die glitschige Brücke über den Bach und mussten noch einmal mühsam im Wald auf matschigem Weg steil bergauf über verfallene Stufen und Baumwurzeln klettern. Das letzte Stück ins Dorf Gehlweiler war dann schnell und mühelos bewältigt. Bei den Häusern auf der Dorfstraße und bei der Schule war noch einiges über den Film „Die andere Heimat“ dokumentiert.

Eine Stunde brauchte der Bus, um uns wieder nach Bad Münster am Stein zu bringen. Nach dem Abendessen feierten wir noch den Geburtstag von Klaus Völz. Der Tag mit der recht anstrengenden Wanderung wird ihm sicher noch länger im Gedächtnis bleiben.

 

Dienstag, 25.10.

 

Der Bus brachte uns pünktlich zum Wanderparkplatz in der Nähe der Burgruine Koppenstein. Nur wenige hundert Meter trennten uns von den Überresten der Burg. Den markanten Turm konnte man über eine enge Wendeltreppe besteigen. Die Soonwälder sehen in dem Turm das Wahrzeichen ihrer Landschaft.

Die schöne Aussicht zeigte uns dann von oben unsere heutige Wanderstrecke.

Glücklicherweise meinte es der Wettergott gut mit uns und wir konnten den ganzen Tag die Schir­me im Rucksack lassen.

Großenteils schlängelte sich unser Wanderweg als schmaler Pfad durch herbstlich bunten Buchen­wald; manchmal etwas matschig sanft mehr bergauf als bergab bis zum nächsten Aussichtspunkt, dem Alteburgturm. Auf der Plattform versuchten wir dann den Erbeskopf, (höchste Erhebung im Hunsrück) und den Donnersberg in der Pfalz zu erkennen. Dann war auch Zeit für eine gemütliche Picknickpause.

Später hätte man Pilze suchen können; aber wo hätten wir damit bleiben sollen? Bis zur „runden Tanne“ marschierten wir auf breitem Forstweg zügig voran und verließen dort den Soonwaldsteig. Nach 4 km hatten wir dann unser Tagesziel, Café Malepartus erreicht, wo wir um 16.30 abgeholt wurden.

Das Abendessen wurde heute auf der Ebernburg serviert. Gut gelaunt stiegen wir dann zum Hotel herunter nicht ohne in der „Scheune“ noch vom Nahewein zu probieren.

 

Mittwoch, 26.10.

 

Wie von Heinz im Programm vorgeschlagen, hatten wir eine wunderschöne Etappe nach Rheinböl­len. Das Wetter spielte mit, die Wege waren ok, die Aussichten von den  Pausenplätzen gut und die Stimmung wie immer ausgezeichnet. Für uns Senioren ungewohnt, endete die Wanderung bei Bur­ger King! Bis zur Ankunft des Busses konnten wir dann zwischen Burger, alle Sorten von Kaffee und Eis die Wartezeit überbrücken.

Heute wurde nach dem Abendessen ein weiterer Weinkeller ausprobiert! Allmählich finden wir Ge­schmack am Nahewein.

Unterwegs wurde für den Abreisetag am Samstag noch eine Stadtführung in Bad Kreuznach organi­siert. Das wird bestimmt ein guter Abschluss unserer Wanderwoche.

 

Donnerstag,27.10.

 

Der vorletzte Wandertag!

 

Von Tag zu Tag steigt die Kondition und die Stimmung. Die morgendliche Busfahrt wird immer pünktlicher und wir starten die Wanderung in der Nähe des Burger King bei Rheinböllen.

Der Wettergott meint es heute gut und wir wandern mit leichtem Gepäck und leichter Kleidung.

Wie von Heinz vorgegeben, hatten wir unterwegs verschiedene Aussichtspunkte mit und ohne  Turm. Beim Ohligsberg können wir auch von weitem schon den Rhein, unser Wanderziel, erkennen.

Im Jägerhaus war sogar Zeit für eine ausführliche Kaffeepause. Der letzte Aufstieg durch die  „Steeckeschlääferklamm“ macht uns viel Spaß und alle mussten die vielen in die Bäume geschnitz­ten Gesichter und Fratzen  fotografieren.

Wegen „Wetterschäden“ ist der erste Teil unserer morgigen Wanderung durch das Morgenbachtal gesperrt; da müssen wir morgen vor Ort entscheiden, wie die schwierige Stelle umgangen werden kann.

Nach dem Abendessen haben wir dann noch in einer anderen Gastwirtschaft den Nahewein pro­biert. Bald haben wir die Weinstuben im Ort „durch“!!

 

Freitag, 28.10.

 

Der Bus brachte uns zum Ausgang der Steckeschlääferklamm und wir hatten beim Abstieg noch mal das Vergnügen die geschnitzten und bemalten Gesichter zu betrachten. Am Eingang des Mor­genbachtals entschieden wir dann mutig, den Weg trotz des Sperrvermerks zu begehen. Es wurde ein wildromantischer Aufstieg und wir waren sehr begeistert. An den umgestürzten Bäumen kamen wir gut vorbei. An zwei Stellen war der Weg zwar ein Stück abgesackt aber für uns doch Platz ge­nug, um vorbei zu kommen. 

Oberhalb der Burg Rheinstein fanden wir einen wunderbaren Picknickplatz mit grandioser Aussicht auf den Rhein. Am Schweizer Haus vorbei wanderten wir dann zum Forsthaus Heiligkreuz, wo wir den Soonwaldsteig verließen. Wir wollten unbedingt die kleine Hängebrücke über das Kreuzbachtal benutzen. Es lohnte sich über die wackelige kleine Brücke zu gehen. Lohnende Fotomotive!

Der Abstieg ins Rheintal sollte dann durch die Kreuzbachklamm erfolgen.

Da es unsere letzte Wanderung der Woche war, musste dann aber doch noch etwas unvorhergesehe­nes  passieren. Die Klamm war wegen notwendiger Bauarbeiten gesperrt. Deshalb benutzten wir einen Weg rechts vom Bach, der in die richtige Richtung führte. Die letzten paar hundert Meter blieb uns aber keine Chance als steil bergab durch den Buchenwald ohne Weg und Steg zu einem kleinen Brückchen herunterzuklettern. Alle haben es geschafft!

Der Weg nach Bingen brachte dann doch noch eine weitere Überraschung! Der Überweg über den letzten Bach war zerstört und nicht einmal notdürftig in Ordnung gebracht. Selbst die mutige Marg­ret landete beim Überquerungsversuch mit beiden Schuhen im Wasser und musste „geretter werden. Also gingen wir ein Stück zurück und dann über den Fahrradweg bis zum Park am Mäuseturm. Die Sonne schien auf den Mäuseturm, den Rhein mit weißen Ausflugsschiffen und unsere zufriedene Wandertruppe. Den Abschluss machten wir in einem netten Café und erreichten pünktlich unseren Bus, der uns schnell nach Hause brachte.

 

Eine wieder mal gut gelungene Wanderwoche ist zu Ende! Perfekt organisiert, Wettermäßig ohne Probleme, gute Stimmung und keinerlei Verletzungen!

 

Danke Heinz! Wir kommen das nächste Mal gerne wieder mit.

 

Irmgard Mienert

 

 

Samstag, 29.10.

 

Nach unserem Stadtrundgang durch Bad Kreuznach fuhren wir quer durch den Hunsrück nach Mörsdorf. Zum Abschluss unserer Wanderwoche wollten wir noch zur 360 m langen Geierley-Hän­geseilbrücke, die in 100 m Höhe das Mörsdorfer Bachtal überspannt. Der Weg war nicht zu verfeh­len, viele Menschen hatten das gleiche Ziel. Nachdem die ersten Fotos von dem beeindruckenden Bauwerk gemacht waren, wanderten wir zur Sosberger Talseite hinüber. Beim schwankenden Gang über die Brücke hatten wir einen einzigartigen Weitblick in den Hunsrück. Nach kurzem Aufenthalt auf der Sosberger Seite ging es wieder zurück zum Parkplatz in Mörsdorf, diesmal über den weni­ger begangenen Waldweg. Um ein prickelndes Erlebnis reicher, verabschiedeten wir uns voneinan­der und begaben uns auf den Heimweg.

 

 

Edith Löffelmann

 

 

unser Wanderführer Karlheinz war mit seiner Wandergruppe im Hunsrück unterwegs und beschritt die längste Hängebrücke Deutschlands mit 360 Metern Länge
unser Wanderführer Karlheinz war mit seiner Wandergruppe im Hunsrück unterwegs und beschritt die längste Hängebrücke Deutschlands mit 360 Metern Länge

 

 

 

 

                               Wanderwoche Bregenzer Wald

vom 3. – 11.September 2016

 

Teilnehmer:

Margret und Klaus Völz, Irmgard und Karlheinz Mienert, Elisabeth und Claus Wöhlken, Monica und Alfred Elbert, Edith Löffelmann, Margret Pick, Dagmar Pusch, Christiane Hartlieb, Fredgar Hoffmann, Ulrich Pakosch, Willi Münstermann, Günter Jehle, Kurt Block, Walter Lohmüller, Sig­rid Ziarek und Dieter Vogel.

  

Wanderführer: Heinz Rund

 

Samstag, 3.9.

Anreisetag.

Die Mitwanderer kamen auf den verschiedensten Routen mit mehr oder weniger oder auch gar kei­nem Stau bis ca. 16:00 Uhr im Hotel Alpenblume an.

Für einen Rundgang vor dem Abendessen reichte es nicht mehr. Nach dem Essen gingen wir dann nur noch ein paar Schritte, um die Bus Haltestelle und den Sessellift, Ausgangspunkte für unsere ge­planten Touren zu suchen.

 

Sonntag, 4.9.

Einlauftour! Wie immer hat Heinz gut geplant und organisiert. So gut, dass ich eigentlich keinen Wanderbericht mehr schreiben brauche; in den von ihm verschickten Unterlagen steht zu den  ein­zelnen Wanderungen schon alles Wesentliche drin.

Am 1. Tag haben wir es gut! Der 4er „Uga“ Sessellift bringt uns in wenigen Minuten auf 1830 m Höhe und wir können dort ausgeruht unsere Wanderung beginnen. Über Almwiesen ging es stetig aufwärts Richtung Hohes Licht und Bergstation Hasenbühel. Dort hatten wir eine grandiose Rundumsicht auf alle Bergketten. Leider war niemand da, der uns die wichtigsten Gipfel hätte benennen können. Unser Rundweg war sehr gut beschildert und wir brauchten nicht sehr lange, um den höchsten Punkt des heutigen Tages zu erreichen: Der Hohe Blanken mit 2068 m. Nach Eintrag ins Gipfel­buch belohnte Margret uns mit  einem Gipfelschnäpschen. Kurz nach dem Abstieg vom Gipfel konnten wir an einer Stelle sogar bis weit in den Bodensee hin­einschauen. Damit hatten wir nicht gerechnet. Den Abstecher zum Ragazer Blanken schenkten wir uns und machten  Picknick oberhalb Sünser Sees. Über den 7 Hügelweg ging es dann stetig abwärts nach Damüls: Mal über Schotterwege und mal über kleine Wiesenpfade. Erfreulicherweise kamen wir an der Türtsch Alpe vorbei, wo es köstli­chen selbst gebackenen Kuchen und Strudel gab. Der Abstieg zur Talstation des Uga Liftes war dann noch ein bisschen mühsam und steil über Wie­sen  und schließlich durch ein Wäldchen wo wir auf die Baumwurzeln achten mussten.

Um 15:30 Uhr waren wir wieder im Hotel.

Beim Abendessen gab es noch eine Überraschung! Alfred hatte Geburtstag und lud uns alle zu einer Runde ein.

 

Montag, 5.9.

In Anbetracht der Wettervorhersage hatte Heinz am Vorabend den Terminplan geändert und die  für den 8.9. geplante Tour ins Große Walsertal vorgezogen. Tatsächlich regnete es kräftig, als wir um 9:00 Uhr das  Hotel verließen. Also Schirme, Regenhosen und Capes ausgepackt und los ging‘s. Die Pfarrkirche St. Nikolaus lohnte einen kurzen Besuch. Das Innere der Kirche war absolut sehens­wert: besonders die vielen bunten Fresken aus dem 13. Jahrhundert, die bei einer Restaurierung im Jahr 1950 wieder freigelegt worden waren. Nun machten wir uns immer noch bei Regen auf den eigentlichen Wanderweg. Auf der Galerie der Faschinastraße wanderten wir bergauf zum gleichnamigen Joch und erkundeten schon einmal die Betriebszeiten der Seilbahn, die wir in den nächsten Tagen benutzen wollen. Vorbei an der hübschen Annakapelle führte der Weg durch den Wald bis Fontanella. Bei dem nas­sen Wetter war dieser Steig wirklich rutschig und der eine oder andere fiel auch auf den Hosenbo­den. Konzentration war nötig! Eine Picknickpause am Bach tat uns dann ganz gut. Plötzlich hörten wir von der nahen Straße ungewöhnliche Geräusche. Wir stiegen bis in die Kurve auf und konnten von dort den Almabtrieb der z. T. bunt geschmückten Kühe betrachten. Die Helfer hatten gut zu tun, die Rindviecher auf der Straße zu halten und am Ausbrechen zu hindern. Unsere „Navigatoren“ mussten sehr aufpassen und sich gelegentlich beraten, da der heruntergelade­ne Streckenverlauf auf den Geräten und die Beschilderung vor Ort nicht immer übereinstimmten. Unterhalb der Ortsmitte von Sonntag wurde dann an einer Wegkreuzung entschieden, die Strecke nicht bis Blons sondern nur bis Garsella zu laufen. Sonst hätten wir mit langen Wartezeiten am Bus zu rechnen. Ca. 14:30 erreichten wir dann die Haltestelle. Nach kurzer Beratung entschied sich dann ein Teil der Gruppe die 1 ½ stündige Wartezeit zu verkürzen und bis zur Haltestelle Mühle weiter zu laufen.

Mit der Steigung, die uns auf dem allerdings sehr schönen, aber schmalen Pfad am  Wasser entlang, aber auch durch dichten Wald erwartete, hatten wir allerdings nicht gerechnet. Um den Bus pünkt­lich zu erreichen, legten wir einen Schritt zu und waren 10 Minuten vor Abfahrt um 15:45 dort.

Etwas müde aber glücklich erreichten wir dann um 15:30 wieder Damüls.

 

Dienstag, 6.9.

Um kurz nach 9:00 Uhr nutzten wir den Bus Nr.43 und fuhren nach Au. Von dort wollten wir zur Bergkristallhütte wandern. Anfangs ging es auf Asphaltsträßchen entlang der Bregenzer Ache schnell voran. Dann zweigte der Wanderweg rechts ab und es ging steil bergauf durch den Wald. Leider regnete es auch ein bisschen sodass wir die Schirme herausnehmen mussten. Konzentriert wanderten wir  hoch und kamen zu ei­ner Forststraße, wo fleißig gearbeitet wurde. Durch dicken Matsch ging es weiter bis zu einer Alm­hütte. Da wir an der nächsten Weggabelung nur noch 15 Minuten bis zur Bergkristallhütte hatten verzichteten wir an dieser Stelle auf eine Pause. Das sollte sich lohnen! Die Auswahl zwischen leckerer Suppe, Jausenteller und Topfenstrudel war verlockend. Gut gestärkt wanderten wir dann Richtung Au zurück. An einem Abzweig gönnte sich die B Grup­pe noch einen kleinen Abstecher steil aufwärts über eine Kuhwiese. Die Schirme blieben seit der Mittagsrast im Rucksack. Bei Sonnenschein hatten wir einen herrlichen Ausblick auf unsere Auf­stiegsroute, die steilen schroffen Berge ringsum und dann auf unser Start/Ziel Au. Gemütlich erreichten wir die Bushaltestelle und fuhren um 16:15 Uhr zurück.

In Damüls konnten wir gerade noch die letzten geschmückten Kühe vom heutigen Almabtrieb be­wundern.

Eine schöne Wanderung bei guten Bedingungen und tollem Panorama!

 

Mittwoch, 7.9.

Mal wieder: Karlheinz feiert seinen Geburtstag mit der Wandergruppe. Es sollte ein besonders schöner Tag werden! Bequem brachte uns der Bus um 9:26 zur Liftstation Faschina. Bis zur Mittelstation benutzten wir den Doppelsessel. Dort begann der Blumenlehrpfad. Natürlich war von der Blumenpracht um diese Jahreszeit nicht mehr viel zu sehen. Die eine oder andere Blüte konnte aber von den Fotografen noch aufgenommen werden. Alfred zeigte uns auch den Unterschied zwischen Heidelbeeren und den sehr ähnlichen Rauschbeeren. Ungefähr 1½ Stunden benötigten wir für den gesamten Lehrpfad. Das Weglein schlängelte sich steil bergauf und hin und wieder mussten wir auch die Hände ein wenig zu Hilfe nehmen, um die hohen Stufen zu überklettern. Es war recht anstrengend, bis wir um 11:3o Uhr den Abzweig zum Gipfel des Glatthorn erreichten. Die Gruppe teilte sich; 8 nahmen noch diesen Aufstieg mit. Den Gipfel schenkten wir dann Karl­heinz zum Geburtstag. Die Rundsicht am Gipfelkreuz war sensationell! In der Ferne leuchteten schneebedeckte Gipfel. Später im Hotel stellten wir auf der Landkarte fest, dass wir die Jungfrau im Berner Oberland gesehen hatten. Nach gemütlicher Gipfelrast waren wir um 12:40 Uhr wieder am Abzweig. Dort begann denn der schwierige Teil der Tour. Ein nur fußbreites Trampelpfädchen führte steil bergab durchs nasse Gras. Der lehmige Untergrund war sehr glatt und die einzelnen rut­schigen Steine dazwischen machten den Abstieg auch nicht leichter. Dementsprechend sahen zum Schluss unsere Hosenböden aus. Nach dem steilsten Stück machten wir ein kleines Picknick und hatten dann nur noch etwa 2 km bis zu Alpe Unterdamüls. Glücklicherweise hatte diese den vorletz­ten Tag der Saison noch geöffnet; so konnten wir draußen in der Sonne oder im Kaminstüberl unse­ren Durst löschen oder auch köstlichen Käse probieren. Auf breitem Fahrweg marschierten wir dann zurück nach Damüls. Wer wollte, schaute noch mal in die alte Kirche. Bei Sonnenschein wirkten die bunten Fresken viel schöner als bei unserem Besuch am 1. Tag. Dank bestem Wetter war diese schöne Wanderung heute möglich. Bei Regen oder nassem Unter­grund hätten wir gar nicht gehen können. Morgen soll das Wetter wieder gut werden. Wir freuen uns auf die nächste Wanderung.

 

Donnerstag, 8.9.

Heute hatten wir es wieder mal bequem. Um 9:00 Uhr nahmen wir den Uga Lift und waren in weni­gen Minuten bei der Elsenalpstube auf 1830 m Höhe. Den Gipfel auf 1940 m mussten wir uns allerdings erarbeiten! Hinter dem Bergrestaurant ging es gleich steil bergauf! Die Tritte waren zum Teil recht hoch sodass die kleineren Personen sich anstrengen mussten. Auch die Stöcke waren an manchen Stellen nur hinderlich. Da wir reichlich Zeit hatten und uns überhaupt nicht beeilen brauch­ten, kamen alle stressfrei am Gipfelkreuz an. Im Gegensatz zu gestern war der Abstieg über die Almen glücklicherweise nicht schwierig. Im Großen und Ganzen war auch die Wegmarkierung ok. Unterwegs  gab es wieder Heidelbeeren zu naschen. Alfred entdeckte auch interessante Pilze, die aber noch im Hotel bestimmt werden mussten. Das passende Buch war nicht im Rucksack. Gemütliche Picknickpause gab es am Kreuz auf der Metzleralpe. Sehenswert waren dort auch Silberdisteln, die eng zusammen standen und ein gutes Fotomotiv boten. Unter uns flog ein großer Raubvogel Richtung Damüls. Leider konnten wir nicht feststellen, was es für einer war. Ein Adler ja wahrscheinlich eher nicht. Oder doch? Der Weg durch die Wiesen führte uns bis an die Straße. In Schwend bogen wir nach links ab auf einen sehr schönen Weg bis zum Krumbach. Natürlich mussten wir die Höhe wieder gewinnen und ein letztes Mal im Wald über Wurzeln und matschige Stellen aufsteigen. Der Wanderweg blieb aber weg von der Asphaltstraße. Den letzten Rest der Strecke ab Kirche Damüls war uns schon vertraut. Kurz nach 15:00 Uhr gönn­ten wir uns dann im Hotel das übliche Eis, Bier, Kuchen, Schorle  o.ä. Wieder eine gelungene Wanderung.

 

Freitag, 9.9.

Die heutige Wanderung war wirklich wieder ein Highlight! Heinz hatte sich beraten lassen und uns schon am Vorabend darüber informiert, dass er die Umrundung des Zafernhorns in umgekehrter Richtung durchführen wollte. Mit dem schon üblichen Bus fuhren wir nach Faschina. Diesmal war der Start gegenüber dem Ses­sellift. Erst einmal ging es hinab ins Bachtal und dann, wie in unseren Unterlagen beschrieben, bis zur Kapelle am Abzweig zum Gipfel. Bei strahlendem Wetter meisterten wir den Aufstieg in der angegebenen Zeit von 40 Minuten. Tatsächlich war auch eins von den schönen neuen Gipfelbü­chern im Kasten. Auch das erwartete Bergpanorama von dieser Stelle war vorhanden. Wir taten uns aber ein wenig schwer damit, es mit der Wirklichkeit zu vergleichen. Obwohl die Sicht lange nicht so klar war wie vom Glatthorn war der Blick phantastisch; auch wenn wir den Bergen nicht unbedingt den richtigen Namen zuordnen konnten. Der Abstieg war zunächst einfach über Almwiesen. Zu Karlheinz Freude gab es dann nach dem Gumpener Grätle noch den mit Drahtseil gesicherten Abstieg, den alle 15 gut bewältigen. Schließlich erreichten wir gegen 15:00 Uhr die Bartholomäusalpe. Die grauen Wolken hatten sich inzwischen verzogen und so konnten wir an der Hütte noch eine gemütliche Trinkpause einlegen. Es bestand auch die Möglichkeit, Bergkäse einzukaufen. Auch am heutigen Tage gab es für die „Botaniker“ wieder viel zu sehen. Alfred hat sich die Mühe gemacht und einige von den Pflanzen für uns aufgeschrieben:

Pilze

Steinpilz (Boletus edutis), Dickfußröhrling (Boletus calopus), Pfifferling (Cantarerellus cibarius), Bauchweh–Koralle (Clavaria pasllida), Habichtspilz (Sarcodon imbricatur), Fliegenpilz (Amanita muscario) und Orangenbecherling (Aleuria aurantia).

Pflanzen

Augentrost (Euphrasia officinalis), Besenheide (Calluna vulgaris), Blaubeere (Vaccinium myrtil­lur), Rauschbeere (Vaccinium uliginosum), Pestwurz (Petarites hybridus), Gelber Enzian (Gentiana lutea), Schwalbenschwanz Enzian (Gentiana asclepiadea), Knabenkraut (Orchid sp.), Glockenblume (Campanula sp.) und KüchenschellePulsatilla vulgaris).

Zur Bushaltestelle Faschina war es  nur noch etwas mehr als einen km. Da mussten wir allerdings voll konzentriert bleiben, weil wir ständig auf einem Kies- und Schotterweg ins Rollen kamen.

Pünktlich um 16:30 waren wir wieder in Damüls.

 

Samstag, 10.9.

Leider geht die Wanderwoche zu Ende und wir haben nur noch einen Wandertag! Erfahrungsgemäß sollten wir uns auf einiges unvorhergesehenes einrichten! Heute kam es jedoch anders und die Ab­schluss Wanderung verlief wie geplant. Mit dem Bus um 9:16 Uhr fuhren wir nach Au. Da gab es dann doch eine kleine Überraschung: Beim Aussteigen hörten wir lautes Getöse. Vom Parkplatz konnten wir neben der Ache auf der Straße durch den Tunnel Hunderte Kühe sehen und hören. Zum Teil geschmückt und von Begleitern mit Blumen verzierten Hüten bewacht, ging es talwärts. Al­mabtrieb! Es war wirklich ein Schauspiel. Bei der sehenswerten Kirche, die wir vor Beginn unserer Tour noch besichtigten war die Straße abgesperrt und die Tiere liefen unmittelbar an uns vorbei. Eine ganze Familie mit Kindern in Lederhosen und Blumenschmuck auf den Hüten, die wohl zu den Treibern gehörten, boten ein strahlendes Fotomotiv.

Unsere Route war heute unschwierig durch Wiesen, vorbei an hübschen alten Bauernhäusern und dann doch noch aufwärts durch den Wald. Heute gab es unterwegs Mengen an Herbstzeitlosen zu bewundern. Nach etwa der halben Strecke überquerten wir die Faschina-Jochstraße und stiegen ab in die großartige Argenschlucht. Auf Hinweistafeln wurde die Geologie erklärt. Einen schöneren Pick­nickplatz als hier unter den hohen Felswänden am rauschenden Wasser hätte man nicht finden kön­nen. Die Wasserkraft des Argenbaches wurde seit jeher und bis heute zur Stromerzeugung genutzt. An einem Sonnen beschienenen Stelle unterwegs konnten wir noch einige seltene Schmetterling – Kaisermantel – bewundern. Kurz vor Au, als wir bei einer Bushaltestelle nochmals die Straße überqueren mussten, entschieden wir, uns den Rest des Weges nach Au zu sparen. So nahmen wir schon den Bus um kurz vor 14:00 Uhr und hatten dadurch in Damüls noch reichlich Zeit für eine Fahrt mit dem Uga Sessellift und eine Kaffeepause auf der Bergstation. Auch heute waren wieder einige Modell Paraglider unter­wegs, die ihre Kunst beim Fliegen demonstrierten. Ein schöner Tag!

Eine gelungene Woche bei besten Wetterbedingungen. Besser geht’s nicht.

Danke, Heinz für alle Mühe und Organisation.

 

 

Irmgard Mienert

verdiente Rast im Bregenzer Wald
verdiente Rast im Bregenzer Wald

 

 

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      25.Juni 2017

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