01.-08.08.2021_Mehrtagewanderung in der Fränkischen Schweiz

                    

                                 Mehrtagewanderung vom 1.8. bis 8.8.2021              

                                            in der Fränkischen Schweiz

 

 

Teilnehmende:            Elisabeth und Gerd Dürr, Dorothea und Friedhelm Haverkamp, Maureen Hindrichs,

                                    Walter Lohmüller, Waltraud Osing, Ulrich Pakosch, Dagmar Pusch,

                                    Theodora Wilde, Claus Wöhlken, Dieter Vogel

 

Wanderführer:          Heinz Rund

 

 

 

Sonntag, 01.08.2021

Einlauftour um und durch Gößweinstein

 

Alle Teilnehmer trafen rechtzeitig in Gößweinstein ein und nach Verteilung der Zimmer in unserem Hotel Krone trafen wir uns um

15:00 Uhr zur obligatorischen Einlauftour.

 

Wir starten am „Haus des Gastes“ und steigen als erstes zur Burg Gößweinstein hinauf undblicken ein erstes Mal auf die imposante

Basilika minor.

 

Auf dem Balthasar-Neumann-Rundweg spazieren wir im steten auf und ab über die Wagnerhöhe zur Fischersruh. Von hier ein einmaliger Blick auf Kirche und Burg, sowie ins Wiesenttal. Der nächste Aussichtspunkt ist der Kreuzberg. Es ist der Endpunkt des Kreuzweges für

die Wallfahrer. Zum guten Schluß gelangen wir zum Gernerfels. Es führen steile Treppen zu diesem markanten Felsen.

 

Im Ortskern wieder angekommen, betreten wir die Basilika. Sie wurde von 1730-1739 von Balthasar Neumann erbaut. 1948 erhob Papst

Pius XII sie zur Basilika minor.

 

Die Kirche ist der zweitgrößte Wallfahrtsort im Erzbistum Bamberg und gleichzeitig der größte Dreifaltigkeitswallfahrtsort Deutschlands. Jährlich pilgern ca.140 Gruppen hierher.

 

Der Ort gilt als spirituelle und kirchliche Mitte der Fränkischen Schweiz.

 

 

Montag, 02.08.2021

Vom Felsendorf Tüchersfeld bis zur Burg Rabenstein 

 

Heute geht’s zum Felsendorf Tüchersfeld. Von hier aus startet ein sehr interessanter Rundweg. Stille Wälder und Bachtäler halten für uns schöne Überraschungen bereit.

 

Wie an der Schnur gezogen, erreichen wir die Kühloch Höhle, Pferdsloch Höhle und schließlich die Sophienhöhle. Wir glauben uns in eine Kirche versetzt. Doch dann der Blick nach oben: Burg Rabenstein erhebt sich auf der gegenüberliegenden Seite auf einem Felsen. Dass

 

zwischen uns und der Burg ein Tal verläuft merken wir erst nach dem steilen Abstieg aus derSophienhöhle.

 

Im Auf und Ab wandern wir an vielen Feldern mit Wildblumen entlang. Wir können uns gar nicht satt sehen und fotografieren viele schöne Motive. Immer wieder bleiben wir stehen und erfreuen uns an den Ausblicken der schönen Landschaft der fränkischen Schweiz. Das

 

Wegenetz ist ausgezeichnet markiert. Unter anderem auch der Brauereiweg. Wir gelangen in den Ort Oberailsfeld und dort überrascht uns eine von den vielen kleinen Brauereien, die es in der Gegend gibt. Der Wanderführer stimmt einer Rast im Biergarten zu. Herrlich hier zu sitzen und zu genießen.

 

Zum guten Schluss hat uns aber noch der Regen erwischt und so können wir leider den Felsenweg nicht mehr durchführen. Es wäre zu gefährlich.

 

 

Dienstag, 03.08.2021

Zum Walberla

 

Tag 3 bringt uns nach Kirchehrenbach am Fuße der bekanntesten Erhebung in der fränk. Schweiz. Das Hochplateau Ehrenbürg, im Volksmund „Walberla“ genannt, ist heute unser Ziel. An Feldern und Obstplantagen vorbei geht es in großen Schleifen bergauf. Am großen

 

Kreuz gibt es die erste Pause und wir genießen die wunderbaren Ausblicke. Nun kommt der letzte kurze + knackige Anstieg und werden dafür mit herrlichen Landschaften in alle Richtungen belohnt. Der erste Blick gilt aber der Walburgiskapelle. Sie wurde im 17. Jhrdt.

 

erbaut und der Walburga geweiht. Die jetzige Kapelle wurde durch die Herren von Wiesenthau 1697 errichtet. Da der Berg aus einer Doppelkuppe besteht, wandern wir nach der Mittagspause durch eine Senke zum Rodenstein mit 531 m die höchste Erhebung.

 

Die Vegetation ändert sich. Wieder erleben wir wunderbare Wildblumenwiesen.

Der Abstieg ist unbequem.

 

Auf der Ostseite des Plateaus haben wir nur Laubwald. Der Wanderführer Heinz entscheidet an einem Wegepunkt, dass wir die vorgesehene Wanderung verkürzen, da Starkregen und Gewitter vorhergesagt wird.

 

Dies war eine weise Entscheidung. Auf der Heimfahrt begleiten uns tiefschwarze Wolken.

 

 

Mittwoch, 04.08.2021

Ebermannstadt

 

Heute steht die große Runde um Ebermannstadt auf dem Programm.

 

Unser Startpunkt ist die Ortschaft Gasseldorf.  Nach der Überquerung des Baches Leinleiter erwartet uns ein langer und nicht enden wollender Anstieg. Doch wir werden durch einen wunderbaren Blick vom Druidenstein in den Ebermannstädter Talkessel mehr als entschädigt. Etwas weiter blicken wir in ein riesiges Loch. Hier gab es mal einen Steinbruch.

 

Nach kurzem Abstieg kommt der nächste lange Anstieg. Doch wie aus dem nichts taucht Burg Feuerstein vor uns auf. Sie wurde 1941

als Forschungsstätte erbaut und bis 1945 im Rahmen der dt. Kriegsrüstung im 2. Weltkrieg genutzt. 1946 wurde die Burg vom Erzbistum

 

Bamberg gepachtet und 1949 erworben. Sie dient als katholische Jugend- und Begegnungsstätte. Kurz darauf erreichen wir das Kreuz Feuerstein, wieder mit einem herrlichen Blick in die fränkische Schweiz und zur Ehrenbürg. Durch hohe Wildblütenfelder geht es nun

bergab zur Wiesent und Richtung Ebermannstadt. Unterwegs naschen einige Wanderer rote und gelbe Mirabellen. Nach gefühlten langen

3 km auf Asphalt gestattet wir uns im Ort eine längere Pause, bevor es zum Endspurt zu unseren Autos geht.

 

 

Donnerstag, 05.08.2021

Höhlen und Burgen

 

Auf dem Programm stehen heute die Binghöhle und 2 Burgen. Die Autos stellen wir amBahnhof Streitberg ab und steigen sofort wieder

steil bergauf. In Serpentinen bergan wandernd gelangen wir zu einem Felsentor und zum Aussichtspunkt Schönblick und genießen den Aussicht ins Wiesenttal.

 

Nun erreichen wir den Höhepunkt unserer heutigen Wanderung, die Binghöhle. Sie ist eine natürliche Karsthöhle und erstreckt sich als einzige der fränk. Schweiz in geschichteten Kalkstein. Entdeckt wurde sie 1905 von Ignaz Bing und wird seit 1906 als Schauhöhle genutzt.

 

Man nennt sie auch Tropfstein-Galeriehöhle. Durch den schmalen Gang in gebückter Haltung sehen wir viele schöne Formationen.

 

Nach diesem Erlebnis geht es weiter zur Ruine Streitburg. Sie war eine hochmittelalterliche Adelsburg.  Hoch über dem Wiesenttal haben

wir einen Blick mal wieder ins Tal und zur Burg Neideck auf der anderen Seite. Durch schönen Buchenwald im auf und ab kommen wir

zum Rupprechtspavillon. Der Kommerzienrat Bing ließ 1904 den Pavillon zu Ehren des Prinzen Rupprecht von Bayern erbauen.

 

Nach einem kurzen Abstieg queren wir das Tal und steigen zur Burg Neideck hinauf. Doch kurz vorm Ziel überrascht uns ein kräftiger Schauer. Danach schauen wir uns die Reste dieser großen Burganlage an und besteigen den Turm. Danach wandern wir in Richtung Streitberg. Dort erwarten uns die Autos.

 

 

Freitag, 06.08.2021

Muggendorf – Gebirgstrail

 

Heute fehlen Walter und Dorothea auf unserer Wanderung um Muggendorf. Die Ankündigung eines Gebirgstrail macht uns neugierig.

Es begann gleich mit nicht enden wollenden steilen Stufen. Nach kurzem Verschnaufen schauten wir auf einen sehr schwierigen Weg.

Er ist durchsetzt mit sehr vielen Baumwurzeln. Hinzu kam, dass es in den letzten Tagen örtlich geregnet hat.  Es war sehr glatt und jeder Schritt musste überlegt sein. Aber alle haben dieses Wegestück gemeistert. Weiter ging es im steten Auf und Ab durch herrlichen Buchenwald.

Dann gelangten wir zu einem Felsentor. Wir staunten nicht schlecht. Vor uns tat sich eine riesige Höhle auf. Es ist die Höhlenruine Riesenburg. Mehrere Felsbögen bis zu 11,5 m zeigen ein einzigartiges Naturdenkmal. Die Gesamtlänge der aus Frankendolomit besteh-

enden Höhle beträgt 43 m bei einer Höhendifferenz von 25 m. Die Naturbrücken und Felsen sind Überreste eines eingestürzten Höhlendaches.

Nach dem Abstieg überqueren wir mal wieder die Wiesent. Es sind auf ihr einige Paddler unterwegs. Leider hat uns nun auch der Regen erreicht. 

Wir wandern entlang der idyllischen Wiesent und erreichen die Kuchenmühle. Hier kehren wir ein und bei Kaffee und Kuchen und heißer Suppe warten wir bis der Regen nachlässt. Wir ziehen weiter und kommen zum Dorf Albertshof. Dort entdecken wir zwei Backhäuser.

Sie wurden aktuell gerade genutzt. Einige Wanderer kaufen das frische Brot. Durch Wald und Feld erreichen wir wieder unseren Wanderparkplatz.

 

 

Freitag, 06.08.2021

Nachtwächterwanderung Gößweinstein

 

Heinz hatte noch ein paar Tage vor unserer Abreise dieses Angebot in Gößweinstein organisiert. Ein älterer Herr mit weißem Bart und

Helm sowie der obligatorischen Lampe erwartete uns. Er erklärte uns die Geschichte der Burg, die nun angestrahlt wurde. Die Wirkung

ist beeindruckend. Weiter ging es zu einigen Fachwerkhäusern, die sich durchAnordnung der Balken unterscheiden. Zum guten Schluß gelangten wir zur Basilika.

 

Zum Abschied erklärte er uns noch die Geschichte der Zunft der Nachtwächter.

 

Wir hatten uns alle mehr von der Führung versprochen.

 

 

Samstag, 07.08.2021

Tüchersfeld – Pottenstein

 

Auf zur letzten Wanderung der Woche. Heute starten wir direkt in Gößweinstein. Die Autos haben heute Ruhetag. Auf wunderbar zu gehendem Waldboden erreichen wir einen Aussichtpunkt mit Blick ins Püttlachtal, weiter geht’s auf angenehmen Wegen und wir

 

machen Pause an der Kreuzbergkapelle. Endpunkt eines Kreuzweges von Pottenstein. Von hier aus können wir schon den Ort und die

Burg erblicken. Wir durchwandern den bekannten Ort und halten kurz inne in der Kirche St. Bartholomäus. Direkt daneben erblicken

wir das Scharfrichtermuseum.

 

Nun geht es zum letzten starken Anstieg. Oben angekommen genießen wir einen letzten Blick auf Burg und die Ortschaft. Bergab in die Bärenschlucht zum Campingplatz. Dort erwartet uns schon Friedhelm. Hier verlässt uns unser Wanderfreund Claus. Er wird von

 

Walter und Friedhelm nach Forchheim zum Zug gebracht, denn ein weiterer Urlaub wartet auf ihn. Vorbei an einigen Kletterfelsen treffen

wir auf viele Kletterbegeisterte. Wir wandern immer an der Püttlach entlang und erreichen einen wirklich dunklen Wald und fühlen uns

in den Urwald versetzt.Auf der Anhöhe angekommen überrascht uns wieder mal ein Regenschauer. Mit flottem Schritt erreichen wir

wieder Gößweinstein.

 

 

 

Eine beeindruckende Wanderwoche mit vielen Naturerlebnissen geht zu Ende.

 

Wieder hat uns Heinz viel geboten und alles wunderbar organisiert.

Vielen Dank Heinz.

 

Wanderfreundin Waltraud

 

Fotos: Walter Lohmüller

Fotos: Waltraud Osing

10.-18.07.2021_Grenzgänger in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz

 

 

                                                                    Mehrtagewanderung

                                                        in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz

                                                                     vom 10.07. - 18.07.2021

 

 

Im Juli 2021 hatte eine Gruppe der Abteilung Langenfeld/ Monheim zum dritten Mal die Böhmische Schweiz als Ziel ihrer Wanderwoche gewählt. Diese wunderschöne Wandergegend mit ihren einmaligen Felsformationen liegt im Norden Tschechiens und bildet mit der Sächsischen Schweiz auf deutschem Gebiet eine Einheit. Und so ging es dieses Mal grenzenlos durch die Natur. Es wurde der Zirkelstein

und die Kaiserkrone erklommen und auch die Rauensteine belohnten uns mit einmalig schönen Ausblicken. Einzigartig und informativ

war auch der Besuch der Festung Königstein. Leider waren auch oft Waldschäden durch Trockenheit und den Borkenkäfer sichtbar.

Dafür ergaben sich jetzt bisher unbekannte Ausblicke auf „freigelegte“ Felsformationen. Aber auch auf böhmischer Seite gab es für uns

viel Neues zu entdecken. So zum Beispiel Basaltsteinbrüche am Zlaty vrch (Goldberg), die von den gewaltigen Kräften der Natur in

früherer Zeit zeugten. Auch erkundeten wir einen Aussichtsturm auf dem Studenec (Kaltenberg), welcher durch Spenden vieler Wanderfreunde neu errichtet wurde.

 

Nach 6 eindrucksvollen, sonnigen Wanderungen kam die Abreise, noch vor der erneuten Überflutung von Bad Schandau. Glück gehabt!

 

Fotos: Ines Lossner

19.-27.09.2020_In der deutsch-luxemburgischen Schweiz

 

Mehrtagewanderung

in der deutsch-luxemburgischen Schweiz

 vom 19.09.20 bis 27.09.2020

 

Teilnehmer:

 

Gudrun und Martin Brock, Elisabeth und Gerd Dürr, Annelie Dierdorf, Waltraud Osing, Dagmar Pusch, Sigrid Ziarek, Ursula Markgraf, Rosemarie Göhner, Maureen Hindrichs, Detlef Müller, Dieter Vogel, Ulrich Pakosch, Walter Lohmüller, Claus Wöhlken.

 

 

Wanderführer:

 

Heinz Rund

 

 

Samstag, 19.09.2020

Einlauftour durch und um Bollendorf 

 

Gegen 12:00 waren alle Teilnehmer wohlbehalten im Hotel Ritschlay in Bollendorf(Südeifel) angekommen. Um 13.00 versammelten wir uns vor dem Hotel zu einer sogenannten Einlaufwanderung durch und um Bollendorf. Kurze Ansprache des WF Heinz Rund, was in dieser Woche organisatorisch und wandermäßig ansteht. Zunächst sollte es zum Kaffee-trinken in Bollendorf gehen. Leider existiert das Cafe nicht mehr. So spazierten wir über den Grenzfluss Sauer nach Luxemburg und stärkten uns bei Kaffee und Kuchen oder Suppe.

 

Zurück über die Brücke an der Sauer entlang, auf der einige Paddelboote flußabwärts gleiteten, gelangten wir zur Burg/Schloß Bollendorf. Es ist heute im Privatbesitz und wird als Hotel mit Ferienwohnungen und Restaurant genutzt. Sie steht auf Fundamenten einer ehemaligen römischen Befestigung. Danach wanderten wir langsam bergauf und gelangten in einen herrlichen Buchenwald. Auf  schmalen Wegen und unterhalb beeindruckender Felsformationen kehrten wir in unser Hotel zurück. Die Wanderung war mehr als eine Einlauftour und gab uns einen Vorgeschmack auf dass, was uns in der Woche noch erwartet. Auf dem großen Hotelgelände gönnten wir uns ein Bier oder auch etwas anderes und schauten in die herrliche Landschaft.

 

 

 

Sonntag, 20.09.2020

Von Echternach nach Grundhof

 

Wir starten nach kurzer Autofahrt auf dem Parkplatz Fölkenbach. Kurz über die Sauer und nach kurzem Aufstieg führte uns der Weg zur Marienkapelle. Von dort hatten wir einen wunderbaren Blick auf Echternach und die Wälder auf Deutscher Seite. Zunächst erreichen wir “Trooskneppchen” mit herrlichen Ausblicken. Im steten Auf und Ab klettern wir durch das Felsenlabyrinth und gelangen in die Wolfsschlucht. Wir befinden uns in einer unwirklichen Umgebung. Wir treffen auf den Aesbach, der leider kein Wasser mit sich führt. Was wäre das für ein Erlebnis an dem mäanderartigen Bach entlang zu wandern. Wir können uns an den Felsformationen gar nicht satt sehen. Am Pereskop und Hohllay und schließlich am Amphittheater. Dort wird gerade eine sportl.Gymnastik mit Musikbegleitung vorgeführt. Wir gelangen dann auf das Plateau nach Berdorf. Es gab dort die wohlverdiente längere Rast.  Nach einem kurzen Gang bis zum Wald, hatten wir jedoch Pech. Unser Weg durch wilde Felsformationen blieb leider verwehrt. Der Weg wurde gesperrt. Nach einigen Diskusionen entschlossen wir uns dann doch die längere Umleitungen zu akzeptieren. Es war angenehm zu wandern und uns zu erholen. Danach waren wir wieder im alten Rhythmus im Auf und Ab. Plötzlich hörten wir Stimmengewirr. An den Felsformationen Grande Canyon” und Sievers-schlucht finden die Kletterer ihr Eldorado. Viele Meter weiter finden wir endlich das Schild mit unserem Zielort”Grundhof”. Dort angekommen warten wir nur wenige Minuten auf unseren Bus, der uns nach Echternachterbrück bringt. Leider gab es ein Verständigungs problem mit dem Busfahrer. Bis auf 2 Personen stiegen alle anderen an einer Brücke über die Sauer aus. Leider war es die falsche. So konnten wir noch ca. 2,5 km an der Sauer entlang wandern und erreichten dann auch unser Ziel.

 

 

 

Montag, 21.09.2020

Der Beauforter  Felsenweg

 

Heute setzten wir unseren Mullerthaltrail ab Grundhof fort. Gleich am Anfang holten uns wieder steile Treppen ein, und dann noch einige umgestürzte Bäume, die wir unterkletterten .Zuerst versteckten sich die Felsen, doch im langsamen Bergan konnten wir die Felsen der kleinen luxemburger Schweiz genießen. Auf dem Weg zur Burg durchstreifen wir einsame Wälder und auch Ausblicke in die Eifel. Der heutige Höhepunkt ist die Burg Beaufort. Die Geschichte dieser Ruine ist ein wenig verworren. Erstmals erwähnt 1192. Der Innenhof zeigt Spuren aus der Zeit der Romanik und Gotik. Heute ist die Burg im Besitz des Staates. Das Anwesen kann besichtigt werden. Heute sind die Felsen und Findlinge mit Moos bedeck. Es wirkt alles viel grüner. Ab Beaufort begleiten uns der Haaderbach und Haupesbach. Wir sind richtig angetan von den romantischen Passagen in diesen Tälern. Aber irgendwann hörte es für uns auf. Nun steigen wir mal  wieder über einige Stufen und durch Felsen und gelangten an den Knotenpunkt des Hinweges. Das gleiche Prozedere wie am Anfang nur  diesmal bergab: Steile Stufen und die Bäume sind immer noch nicht weggeräumt.

 

 

 

Dienstag, 22.09.2020

Die Irreler Wasserfälle und die Teufelsschlucht

 

Diesmal gehts zum Wanderparkplatz der Irreler Wasserfälle. Von weitem sahen wir schon eine hölzerne überdachte Brücke, die über die Prüm gebaut wurde. Viele sehr große Findlinge und Baumreste liegen im Bach. Es ist nicht bekannt, woher die Bezeichung Irreler Wasserfälle kommt. Jedenfalls heute war davon nicht viel zu sehen. Vielleicht wenn es ausgiebig geregnet hat, gibt es viel Wasser und dann kommt der Begriff zum Tragen. Die Enstehung hängt eng mit der Teufelsschlucht zusammen, die heute als Höhepunkt erwandert wird. Aus eiszeitlichter Zeit gab es viele Felsstürze des Plateaus. Dadurch bildeten die Findlinge eine große Mauer. Von der Brücke gelangen wir mit moderatem Walkingschritt durch herrlichen Buchenwald auf das  Feschweiler Plateau. Dann ändert sich schlagartig die Bewaldung und der Weg auf  schmalem Pfad und abgestorbenen Tannen erreichen wir die Loboriuskapelle. Von dort können wir einen herrlichen Blick auf Echternach und die bewaldete Eifel geniessen. Gleichzeitig machen wir hier Rast und geniessen die Sonne. Gestärkt und frohen Mutes machen wir uns auf den Weg zur Schlucht. Doch vorher mußten wir über staubige Wege und freies Gelände durch die pralle Sonne bewältigen. Endlich erreichen wir wieder den schattigen Buchenwald. Urplötzlich sehen wir ohne Vorwarnung die Schlucht vor uns liegen. Sehr eng und mit Festhalten am Geländer geht es nun in die Tiefe und schmale Schluchten.Ein paar Schritte weiter können wir im Auf und Ab über felsige Gebäude viele beeindruckende Steinformationen bewundern. Hie  und da glaubte man Gesichter zu erkennen ob Mensch oder Tier. Alles sehr beeindruckend und unvergesslich. Nach durchklettern dieses Felsenlabyrinths  gehen wir bergab und erreichen wieder die Brücke über die Prüm und bald unsere Autos. Erneut geht ein Traumtag zu Ende.

 

 

 

Mittwoch, 23.09.20202

Wasser, Felsen, Wasserfall

 

Unsere Runde startet im Mullerthal an der Heringer Mühle. Zunächst wander wir an der schwarzen Enz entlang  und gelangen zum Schiessentümpel. Er ist ein idyllisch gelegener Wasserfall der schwarzen Enz. Der Bach schießt in 3 Strömen über eine Felskante in ein Felsenbasssin. Heute ist damit meistens die Sandsteinsbrücke mit ihrem aus Holz gebauten Geländer gemeint. Sie ist das Symbol der Region Müllerthal der kleinen luxemburger Schweiz. Wir überqueren die Straße und steigen steil bergauf mit vielen Treppen an den Felsen vor, einer imposanter als der andere. Wir glauben es gibt keine Steigerung mehr. Aber heute kommen wir aus dem Staunen nicht heraus. Oft bleiben wir stehen  und erkennen auch hier Gesichter von Tieren oder auch Menschen. Die Eulenbug verlangte uns einiges ab. Mit Lampen durchqueren wir die schmalen Stellen, Der Dewepetz ist so schmal, dass wir sogar unsere Rucksäcke abnehmen müssen. Der Untergrund der Pfade ist weich aber auch schmal.  Wir erreichen nach einem Abstieg das Consdorfer Bachtal mit zwei kleinen Teichen und freuen uns endlich auf eine wohlverdiente Mittagspause. Nach einem moderaten Aufstieg gelangen wir zum Consdorfer Plateau und den Ort Consdorf. Er ist schon französich geprägt. An netten Häusern und vielen Blumen und Obstbäumen vorbei , geht es wieder abwärts. An Kammellay und Schelmenlay und vielen anderen außergwöhnlichen  Steinformationen erwischt uns eine Regenschauer. Doch nach wenigen Minuten scheint die Sonne wieder und der Buchenwald glänzt wie im Frühling. Noch ein paar schnelle Schritte und  wir erreichen den Autoparkplatz.

 

 

 

Donnerstag, 24.09.2020

Von Bollendorf durch die “Grüne Hölle”

 

Tag 5 bringt uns heute vom Hotel Ritschlay durch die sogenannte “Grüne Hölle” in der Bollendorfer Schweiz. Sie gehört zu den reizvollsten Plateaulandschaften in der Südeifel. Hier haben die Flüsse Sauer und Prüm großartige Felssandsteinformationen geschliffen. Wir wandern stets bergauf bis wir die Lingeslay, Eulenhorst und Kreuzlay erreichen. Wieder einmal können wir einen wundervollen Blick nach Bollendorf und in  Richtung Berdorf in Luxemburg geniessen. Die Wanderwege ändern öfter ihre Beschaffenheit. Mal auf breiten Forstwegen, die zum Gespräch untereiander genutzt werden, oder auf schmalen weichen Waldpfaden mit Blick zu den Felsen. Heute gab es davon nicht so viele. Da heute noch ein Museumsbesuch vorgesehen ist, kehren wir rechtzeitig zum Hotel zurück.  Doch bevor es zur Besichtigung des Ofen- und Eisenmuseums in Hüttingen kommt, werden wir mit heißen belgischen Waffeln mit diversen Beilagen verwöhnt.  Sie wurden auf einem Waffeleisen hergestellt, wie es damals üblich war. Vieles aus Haushalt und Handwerk kennen wir noch aus unserer Jugend oder von den Großeltern. Es ist zu aufwendig alles zu beschreiben, was wir zu sehen bekommen. Ein interessanter Tag geht wieder zu Ende.

 

 

 

Freitag, 25.09.2020

Vom Echternacher See auf dem Mullerthaltrail

 

Die Wanderung startet heute in Echternach in Luxemburg am gleichnamigen See. Zunächst geht es auf dem Mullerthaltrail Nr.1 mal wieder recht steil bergan. Nach erreichen der Höhe durchwandern wir auf bequemen Wegen oder herrlichen Pfaden Buchenwälder oder Mischwälder mit Felsen und auch Wiesen. Es ist mal nicht so anstrengend. Wir erreichen heute recht früh unseren Startpunkt wieder. So ist viel Zeit sich Echternach anzuschauen und Kaffeevariationen und auch Kuchen zu geniessen. Ein Teil der Gruppe entscheidet sich den kostenfreien Elektrobus ins Zentrum zu nutzen. Die Stadt und Gemeinde im gleichnamigen Kanton hat ca. 6.000 Einwohnern. Sie ist der Hauptort der attraktiven “Kleinen Luxemburger Schweiz.” Sie wurde 698 vom heiligen Willibrord gegründet. Im Ort steht die älteste Basilika des Landes. Das bekannteste Werk der florierenden Buchmalerei im Mittelater ist das Goldene Evangeliar von Echternach. Heute zu sehen im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. In der Sichtachse zur Kirche  erhebt sich eines der ältesten Wahrzeichen der Stadt, das Gerichtshaus. Zum immateriellen Kulturerbe von Echternach gehört auch die  Spring-prozession. Es ist eine religiöse Prozession, die jedes Jahr am Dienstag nach Pfingsten dort stattfindet. Die Teilnehner springen zu Polkamelodien in Reihen durch die Straßen der Stadt bis zum Grab des heiligen Willibrord in der Echternacher Basilika. Die Enstehung lassen sich auf Quellen des Mittelalters zurückverfolgen.

 

 

 

Samstag, 26.09.2020

Zur Schankweiler Klause und Wikingerburg

 

Heute zum Abschluss der Wanderwoche wandern wir entspannt. Die Temperatur ist heute gewöhnungsbedürftig. Handschuhe wären angebracht. Der Regen kommt nur von Bäumen. Oft haben wir den Eindruck im 2.Teil der “Grünen Hölle” zu sein. Die Felsen und Findlinge sind stark bemoost. Der Laubwald tut sein Übriges. Höhepunkt heute ist die Schankweiler Klause. Der Einsiedler Johann Seelmayer erreichte 1648 die Erlaubnis zum Bau einer Klause und Kapelle. 1733 wurde ein prunkvoller Hochaltar errichtet. Heute ist die Klause eine Pilgerstätte zur “Mutter vom guten Rat”. Daneben ist die sogenannte Klauserwohnung. Sie ist als Wohnung für einen Eremiten gedacht. Seit  2008 lebt in den Sommermonaten ein pensionierter Priester dort. Nach einer Rast im Garten der Klause gehts weiter. Wir gelangen nach einiger Zeit an einen gallo-römischen Begräbnisplatz und erkennen Inschriften auf den stark bemoosten Steinen. Irgendwie ein unheimlicher Ort. Dann suchen wir etwas später die Wikingerburg. Wir gehen hin und her, als ob wir einen Weg suchten. Können aber nirgends Steinreste finden. Wir kommen zum Entschluß, das sein großer steiler Hang einmal diese Burg gewesen sein muss. Zum Ende der Wanderung hat unsere Teilnehmerin Dagmar noch ein Glückstag erwischt. Sie findet einen sehr großen Steinpilz und ist darüber sehr glücklich. Im Hotel angekommen, hat sie den Pilz in Scheiben geschnitten und trocknen lassen. Bei einer späteren Wanderung in heimischen Gefilden, hat sie begeistert erzählt, wie gut dieser selbst gefundene Pilz gemundet hat. Diese Wanderfreizeit war uns wettermäßig gut gesonnen. Bis auf ein paar Tropfen, war der Wettergott positiv gestimmt. Am Abend wird ein Resümee dieser Wanderwoche gezogen. Detlef Müller sagt ein großes Dankeschön an unseren Wanderführer Heinz Rund, der wie in den Jahren zuvor eine ausgefeilte Wanderfreizeit organisierte.

 

 

Vielen Dank dafür.

 

Eure Wanderfreundin

Waltraud Osing

 

Willi, der SGV-Rüsselwanderer

 

 

 

Unsere Internetseite

wurde am 27.09.2021

ergänzt und aktualisiert.

 


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